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November 2020
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26. Oktober | Gabriela Kaegi

Ein Gespräch mit dem Regisseur Vincent Huguet

Er denkt schnell, er spricht schnell, er bewegt sich schnell: der Regisseur Vincent Huguet ist durch und durch Franzose. Und für ein paar schnelle Antworten, Clichés und Schlagwörter ist er nicht zu haben. Dafür nimmt er sich Zeit und erzählt ebenso klug wie leidenschaftlich von seinen Recherchen, von seinen Entdeckungen und von seiner persönlichen Sicht auf Roméo und Juliette.

Was, Vincent, interessiert dich heute an dieser alten Geschichte?

Und wie erzählt du uns diese Geschichte?

 

Klingt einfach und einleuchtend. Erzähl weiter!

 

Dieses Auflehnen gegen Normen, gegen Traditionen und ungeschriebene Gesetze erinnert mich auch an die 68er Bewegung. Hast du auch daran gedacht?

Was ist denn zuerst? Die Liebe oder die Sehnsucht nach dem Tod? Juliette spricht ja schon ganz früh einmal davon, dass ihr Brautbett auch ihr Totenbett sein wird.

Jetzt gibt es doch ein paar typische Attribute, ohne die die Geschichte der beiden undenkbar wäre. Zum Beispiel der Balkon, über den sich Juliette lehnt und mit Romeo flirtet, und über den er dann schliesslich auch in ihr Zimmer gelangt. Gibts den in deiner Inszenierung, den Balkon?

Was ist mit der Lerche und der Nachtigall?

Und schliesslich: fliesst auch Blut?

Sag mal Vincent, warum interessiert dich ganz allgemein die Oper?