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Oktober 2019
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Don Giovanni

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Opera by Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere 13.01.19
ab 14 Jahren
  • 2 Stunden 55 Minuten mit Pause

Zum Stück

Informations

Don Giovanni gibt es nicht. Schon Søren Kierkegaard befand, die Figur sei nicht darstellbar, und verfolgte konsequent die Oper mit geschlossenen Augen. Und wirklich: Mozart und da Ponte erklären ihren zweifelhaften Helden nicht, sie lassen ihn «charakterlos» und nahezu ohne Arien geschehen, versteckt hinter Masken, Täuschungen, Verkleidungen. Giovanni ist ein Prinzip. Er ist das Begehren, der Trieb. Und er ist der Spiegel derer, die in ihn hineinsehen und in ihm ihre Sehnsucht erkennen, bedingungslos zu lieben, bedingungslos zu leben. Don Giovanni gibt es nicht, aber es gibt das, was die anderen Don Giovanni nennen. Und je flüchtiger es sich zeigt, je abwesender es ist, desto stärker und anziehender wird die Macht dieses gesichtslosen Verführers.

Regisseur Benedikt von Peter nimmt dies wörtlich. Don Giovanni tritt in seiner Inszenierung nicht in Erscheinung. Und der Abend spielt im Dunkeln. Mittels Infrarotkameras schauen wir als Zuschauende wie durch ein Schlüsselloch auf die Protagonistinnen und Protagonisten: Elviras Sehnsucht nach Liebe, Zerlinas wildes Schwärmen, Donna Annas Ringen um ihre Treue und Masettos blanker Hass auf seinen übermächtigen Nebenbuhler. Manches sehen wir live, vieles ist jedoch nur im Dunkeln zu erahnen, überlebensgross projiziert auf eine Leinwand, hinter der es lauert, das unstillbare Begehren, der Virus der Lust.

«Don Giovanni ist als Prinzip und in seiner Radikalität eine Sehnsuchtsfigur, ein Versprechen, anders zu leben, anders zu lieben.» Benedikt von Peter

  • Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn

Don Giovanni doesn't exist. Søren Kierkegaard said the character was impossible to depict and hence would only listen to the opera with his eyes closed. It's true: Mozart and da Ponte never explained their dubious hero. They let him pass without character, gave him hardly any arias to sing, made him hide behind masks, disguises and deceits. Giovanni is a principle. He is desire, he is the urge. And he is a mirror for those who look at him to recognize their own longing to love and live unconditionally. Don Giovanni might not exist, but there sure is what others call Don Giovanni. The more fleeting, the more absent the faceless seducer seems to be, the more powerful he becomes.

Benedikt von Peter takes this literally. Don Giovanni never becomes visible. It's an evening in the dark. Via infrared-cameras we look, peeping through a keyhole, onto the protagonists. Elvira's desire for love, Zerlina's wild fancy, Donna Anna's struggle with her fidelity and Masetos bitter hatred for his vastly superior rival. Some things we get to see live, with our very eyes, others stay hidden in the dark of the screen, behind which unquenchable desire and the virus of lust run their course.

  • Introduction to the work 45 minutes before showtime
DE
EN

Besetzung

Produktionsteam

Musikalische Leitung: Clemens Heil / William Kelley (01.03. / 17.03. / 23.03. / 22.04. / 28.04.) Inszenierung: Benedikt von Peter Bühne: Katrin Wittig Kostüme: Geraldine Arnold Licht: David Hedinger-Wohnlich Video: Bert Zander Choreinstudierung: Mark Daver Dramaturgie: Klaus Angermann, Julia Jordà Stoppelhaar

Besetzung

Vuyani Mlinde (Leporello) Jason Cox (Don Giovanni) Rebecca Krynski Cox (Donna Anna) Emanuel Heitz (Don Ottavio) Boris Petronje (Il Commendatore) Solenn Lavanant Linke (Donna Elvira) Flurin Caduff (Masetto) Diana Schnürpel (Zerlina) (13.01. / 18.01. / 23.01. / 27.01. / 07.02. / 17.02. / 01.03. / 23.03. / 22.04. / 08.06.) Abigail Levis (Zerlina) (20.01. / 03.02. / 16.02. / 17.03. / 28.04. / 29.05.) Carlos Isabel Garcia (Live -Kamera) Chor des LT Luzerner Sinfonieorchester

Infos

  • In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
  • Nach einer Produktion der Staatsoper Hannover

Inspiration 

Ökumenischer Theatergottesdienst

Don Giovanni, der Inbegriff des Begehrens, fährt zur Hölle, lebt aber in jedem von uns weiter... eine theatral-theologische Auseinandersetzung mit Mozarts «Oper aller Opern».

Mit Opernsängern des LT, Pfarrer Dr. Marcel Köppli, Andreas Rosar, Stephen Smith

  • 17. Feb, 10.00 Uhr
  • Eintritt frei
  • Matthäuskirche

Oper von unten

Bei folgenden ausgesuchten Opernvorstellungen bieten wir exklusiv zwei Plätze im Orchestergraben, gleich beim Dirigenten und beim Orchester, an: «Im Amt für Todesangelegenheiten», «Roméo et Juliette», «Don Giovanni» und «Die Grossherzogin von Gérolstein».

  • Sie erhalten ein Getränk, ein Programmheft, Ohrstöpsel und auf Wunsch auch den Klavierauszug zum Mitlesen.
  • Zehn Minuten vor Vorstellungsbeginn bringt Sie unser Einlassdienst auf Ihre Extraplätze.
  • Aus dem Orchestergraben ist das Bühnengeschehen nicht zu sehen.
  • CHF 120 / Platz, keine Ermässigung möglich
  • Im Ticketshop als «Plätze im Orchestergraben» buchbar

Öffentliche Probe

Der Eintritt zu den öffentlichen Proben ist frei. Bitte melden Sie sich an unter: 041 228 14 14 oder kasse@luzernertheater.ch

  • 10. Nov, 10.00 Uhr
  • Südpol, Pb 2
  • Treffpunkt 5 Minuten vor Beginn beim Haupteingang Südpol

Mehr Infos

Inspiration zu «Don Giovanni»

Im Onlinejournal des LT veröffentlichen wir Hintergrundinformationen, News und Wissenswertes rund um unsere Produktionen und unser Theater: Lesen Sie «Über die Libertinage» von Marquis de Sade und «Höret Don Juan» von Søren Kierkegaard.

Danke

Strebi Stiftung
Axelle und Max Koch

Kooperation

In Kooperation mit SRF Kulturclub

Pressestimmen

«Bei von Peters fulminanten, enthusiastisch bejubelten Luzerner 'Don Giovanni' geht sein Konzept voll auf. Die Radikalität des Ansatzes wird auch von der Musik unterstützt, da das Luzerner Sinfonieorchester unter Clemens Heil mit Biss und hochdramatischer Attacke musiziert, während Valeria Polunina in den Rezitativen am Hammerflügel unendlich weiche, verführerische Arpeggien zaubert.» neue musikzeitung

«Der Luzerner Intendant Benedikt von Peter inszeniert Mozarts «Don Giovanni» und zeigt einmal mehr, warum sein Theater zurzeit das interessanteste der Schweiz ist.» Neue Zürcher Zeitung

«Der grandiose Vuyani Mlinde wird als Leporello zum eigentlichen Strippenzieher. Solenn’ Lavanant Linkes Donna Elvira ist in ihrer ganzen Zerrissenheit zwischen Wut, Schmerz und sexueller Abhängigkeit ein Ereignis.» Badische Zeitung

«Die Hauptrolle ist mit Jason Cox glänzend besetzt, sein warmer Bariton kommt im Dunkel schön zur Geltung.» Tagesanzeiger

«Der Südafrikaner Vuyani Mlinde zog als ausdrucksstarken Bass und dem Charme eines ironischen Showmasters alle Aufmerksamkeit aus sich.» Süddeutsche Zeitung

«Der fabelhafte Vuyani Mlinde mutiert als Leporello, (Wolferl hätte seine Freude gehabt), dank aller andern grossartigen Darsteller nicht zum Alleinunterhalter, soll hier aber dennoch etwas vorhergehoben werden, legt er doch eine überragende Parforceleistung auf die Bühne. Der Chor, ab und zu auf den Balkonen agierend, wo später auch noch ein paar Streicher erschienen, fügte sich nahtlos ins Geschehen ein, auf gleich hohem  Niveau performend.» Innerschweiz Online

«Wie das Ensemble mehrheitlich im Dunkeln agiert, mit der Kamera spielt, gleichzeitig der Musik folgt und singt, ist eine Herausforderung, welche die Sängerinnen und Sänger und das Luzerner Theater mit Bravour meistern.» SRF Regionaljournal Zentralschweiz

«Die raffinierte filmische Umsetzung verleiht dem gefährlichen Spiel mit der Lust eine vielschichtige Dramatik.» Luzerner Zeitung

«Sehr genau hat der Regisseur die Personen geführt, ihre Körpersprache ausfdifferenziert. Und alle setzen diese Intentionen grandios um. Da ist zum Beispiel Abigail Levis als Zerlina nun wirklich kein Kind von Traurigkeit. Und Masetto kann ihr noch so erbost vorhalten, nicht allein an ihm Gefallen zu finden. Selbstbewusst beweist sie ihm aber, dass die Chose auch andersherum geht. Kaum gib sich Gelegenheit, tut er's auch. Cosi fan tutti, so machen's alle -  ebenso Frauen wie Männer. Mit einigem Augenzwinkern wird hier der Sinn von Lorenzo Da Pontes drei Jahre später folgendem Libretto für Mozart in einer Art emanzipatorischer Bereinigung vorweggenommen.» Online Musikmagazin

«Vuyani Mlinde singt und spielt einen grossartigen, sehr charismatischen, äusserst kommunikativen Leporello, seiner Stimme fehlt nichts an Gewicht, an Farben und an Ausstrahlung. (...) Der grosszügige Applaus schien am Sonntagabend nicht mehr aufhören zu wollen.» zentralplus

«Denn auch musikalisch war das Niveau erfreulich hoch in dieser vom Luzerner Musikdirektor Clemens Heil geleiteten Premiere. Sein Mozart offenbarte sehr viel musikalische Dramatik und die bei den Originalklang-Ensembles abgehörte geschärften Akzentuierungen, dazu auch immer wieder sorgfältiges Interesse an den Klangschichtungen und den Mittelstimmen.» Musik und Theater 

Prozessbegleitung

Theater sind komplexe Betriebe. Begleiten Sie uns auf dem Weg zur Premiere von «Don Giovanni». Wie nähert man sich einem Klassiker der Opernliteratur und bleibt doch ganz dem Hier und Jetzt verpflichtet? Schauen Sie Intendant und Regisseur Benedikt von Peter bei der Arbeit über die Schulter und finden Sie heraus, wie man sogar im Dunkeln inszenieren kann.

Prozessbegleitungen

  • Abendprobe: 26. Nov, Treffpunkt 17.50 Uhr Haupteingang Südpol
  • Bühnenprobe: 11. Dez, Treffpunkt 17.50 Uhr Kassenfoyer
  • Orchestersitzprobe: 12. Dez, Treffpunkt 18.50 Uhr Kassenfoyer
  • Bühnenorchesterprobe 2: 7. Jan, Treffpunkt 18.50 Uhr Kassenfoyer

Und so geht´s

  • Sie können sich unverbindlich bis zum 31.12.2018 anmelden.
  • Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.
  • Als Prozessbegleitung haben Sie ein Anrecht auf eine Premierenkarte zum Normalpreis, inkl. Cüpli, mit anschliessender Premierenfeier.

Abos & Cards

Abonnentinnen und Abonnenten geniessen im Luzerner Theater folgende Vorteile:

  • Garantiert unsere Neuproduktionen sehen, trotz Ausverkauf oder hoher Nachfrage
  • 10 – 20 % Abo-Ermässigung
  • 10 % Ermässigung auf Vorstellungen ausserhalb des Abos
  • Fester Platz bzw. Anspruch auf den besten Ersatzplatz
  • Terminsicherheit mit Tauschoption
  • Kein Anstehen an der Vorstellungskasse: Im Theater gilt Ihre Abo-Card als Eintrittskarte
  • Freie Übertragbarkeit des Abos
  • Vorgezogener Vorverkauf für die neue Spielzeit
  • Einladung zur Spielzeitpräsentation 19/20

Spieldaten

Sa 10.11.
10.00
-
13.00

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Anmeldung an der Billettkasse erforderlich

Ψ
So 13.01.
19.00
-
21.55

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 18.15 Einführung. Im Anschluss Premierenfeier.

Restkarten an der Billettkasse
Fr 18.01.
19.30
-
22.25

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 18.45 Einführung.

CHF 35 - 120
So 20.01.
19.00
-
21.55

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 18.15 Einführung.

CHF 35 - 120
Mi 23.01.
19.30
-
22.25

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 18.45 Einführung.

CHF 35 - 120
So 27.01.
19.00
-
21.55

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 18.15 Einführung.

CHF 35 - 120
So 03.02.
19.00
-
22.05

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 18.15 Einführung.

CHF 35 - 120
Do 07.02.
19.30
-
22.35

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 18.45 Einführung.

CHF 35 - 120
Sa 16.02.
19.30
-
22.35

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 18.45 Einführung.

CHF 35 - 120
So 17.02.
10.00
-
11.00

Theatergottesdienst

Fr 01.03.
19.30
-
22.35

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 18.45 Einführung.

CHF 35 - 120
So 17.03.
19.00
-
22.05

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 18.15 Einführung.

CHF 35 - 120
Sa 23.03.
19.30
-
22.35

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 18.45 Einführung.

CHF 35 - 120
Mo 22.04.
17.00
-
20.05

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 16.15 Einführung. Zu Ostern mit Cüpli, erhältlich bei Vorlage des Eintrittstickets

CHF 35 - 120
So 28.04.
19.00
-
22.05

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 18.15 Einführung

CHF 35 - 120
Mi 29.05.
19.30
-
22.35

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Konzertant

Tickets über TAK Theater Liechtenstein
Ω
Sa 08.06.
19.30
-
22.35

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 18.45 Einführung

CHF 35 - 120

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